Kategorie Archiv: Know How

11.06.16 | Know How

Hydraulischer Abgleich

von Anja Machnik

Im Zuge einer Energieberatung wird unter anderem auch die vorhandene Heizungsanlage unter die Lupe genommen, um hierfür energiesparende Maßnahmen zu entwickeln. In diesem Zusammenhang fällt häufig der Begriff Hydraulischer Abgleich, der die optimale Abstimmung des Wasserdurchflusses durch Heizkreise bzw. einzelne Heizkörper und Rohre entsprechend den Erfordernissen der einzelnen Räume beschreibt. Der Hydraulische Abgleich ist für eine KfW-Förderung beim Austausch von Heizungsanlagen Pflicht und sollte grundsätzlich bei jeder energetischen Veränderung des Gebäudes durchgeführt werden.

Hier lesen Sie mehr zum Thema hydraulischer Abgleich: BMWi-Energiewende-direkt

Im nachfolgenden Film wird der Hydraulische Abgleich einer Heizungsanlage auf einfache und anschauliche Weise erläutert:

09.06.16 | Know How

Honorarordnung für Architekten und Ingenieure (HOAI)

von Anja Machnik

Die Honorarordnung für Architekten und Ingenieure (HOAI)  ist eine Verordnung des Bundes und regelt die Honorare für Architekten- und Ingenieurleistungen in Deutschland. Sofern nicht bei Auftragserteilung etwas anderes schriftlich vereinbart worden ist, gelten die jeweiligen Mindestsätze als vereinbart. Die Höhe der Vergütung ermittelt sich im Wesentlichen nach der Aufgabenstellung, dem Schwierigkeitsgrad (Honorarzone), den anrechenbaren Kosten und den erbrachten Leistungen. Die Leistungen werden in verschiedene Leistungsphasen untergliedert.

Die Leistungsphasen nach § 34 HOAI mit den dazugehörigen Prozentsätzen des Gesamthonorars:

Leistungsphase 1 Grundlagenermittlung 2%
Leistungsphase 2 Vorplanung 7%
Leistungsphase 3 Entwurfsplanung 15%
Leistungsphase 4 Genehmigungsplanung 3%
Leistungsphase 5 Ausführungsplanung 25%
Leistungsphase 6 Vorbereitung der Vergabe 10%
Leistungsphase 7 Mitwirkung der Vergabe 4%
Leistungsphase 8 Objektüberwachung - Bauüberwachung 32%
Leistungsphase 9 Objektbetreuung 2%

Die HOAI soll den Architekten und Ingenieuren ein auskömmliches Honorar und den Bauherren die Qualität der Bauplanung, Ausschreibung, Vergabe und der Objektüberwachung sichern. Wettbewerb soll nicht auf Preisebene, sondern allein in der Qualität der Arbeit stattfinden. Gebührenordnungen sind ein klassischer Bestandteil der Freien Berufe.

Die HOAI ist verbindliches Preisrecht für Planungsleistungen im Bauwesen. Abweichungen sind nur in wenigen definierten Fällen zulässig. Die Verbindlichkeit der HOAI ergibt sich aus dem Gesetz zur Regelung von Ingenieur- und Architektenleistungen. Letztendlich hat die HOAI damit annähernd Gesetzescharakter mit der Folge, dass die festgelegten Honorare eingeklagt werden können.

08.06.16 | Know How

Kilowatt und Kilowattstunde: Was ist der Unterschied?

von Anja Machnik

Bild: BMWi

Die Antwort: Kilowatt beschreibt die Leistung, Kilowattstunden die Arbeit. Klar, oder? Falls nicht: Hier lesen Sie mehr: BMWi-Energiewende-direkt

Ob Mikrowelle oder Kühlschrank: Bei fast allen Haushaltsgeräten ist die Rede von „kW“, also Kilowatt. Manchmal aber auch von Kilowattstunde, abgekürzt „kWh“. Was ist der Unterschied?
Die Antwort lautet: Kilowatt beschreibt eine „Leistung“. Kilowattstunde hingegen ist ein Maß für die Menge an „Arbeit“.
Bei Kilowatt – der Leistung – ist gemeint, wie viel Energie man in einem Moment verbraucht oder erzeugt, oder anders gesagt, „wie schnell“ man Energie verbraucht oder erzeugt.
Eine Kilowattstunde dagegen – die Arbeit – entspricht der Energie, die bei einer bestimmten Leistung über einen gewissen Zeitraum hinweg verbraucht oder erzeugt wird. Zum Beispiel dann, wenn eine 100-Watt-Lampe zehn Stunden lang brennt oder sich ein 5-Megawatt-Windrad eine Woche lang dreht.

24.09.15 | Know How

Building Information Modeling (BIM)

von Anja Machnik

CAD war gestern – BIM ist heute!

BIM steht als Akronym für Building Information Modeling. Die Idee dahinter: Alle relevanten Gebäudedaten werden von der Planungs- über die Ausführungs- bis hin zur Nutzungsphase des Gebäudes nur einmalig erhoben und stehen allen Projektbeteiligten über die gesamte Projektlaufzeit in Form eines digitalen Gebäudemodells zur Verfügung. Dies macht die Arbeit nicht nur effizient, es schafft auch zusätzliche Synergien, die einen echten Mehrwert für das Projekt liefern.

Für uns bedeutet BIM, dass wir bereits zu Beginn der Planungsleistung alle Schritte konsequent mit dieser Methodik abwickeln und das Gebäudemodell anschließend Schritt für Schritt in den nächsten Phasen detaillieren und mit weiteren Informationen anreichern. Damit haben wir stets eine aktuelle Grundlage, um z.B. die Massen und Mengen oder Flächen und Volumina des Gebäudes für die Kostenschätzung und -berechnung oder die Ausschreibung zu ermitteln. Selbstverständlich ist das Gebäudemodell auch die Grundlage für das Planwerk, Simulationen und virtuelle Gebäuderundgänge.

Wenn Sie spezielle Vorgaben an das Gebäudemodell, bzw. die Strukturierung der Daten haben, sprechen Sie uns an. Sie werden feststellen: Wir sprechen BIM.

23.09.15 | Know How

Wärmebedarfsberechnung

von Anja Machnik

Darstellung des Energiebedarfs

Darstellung des Energiebedarfs

In der Energieeinsparverordnung (EnEV) werden dem Bauherrn bautechnische Standardanforderungen zum effizienten Energieverbrauch seines Bauprojektes vorgeschrieben. Die EnEV gilt für Wohngebäude als auch für Nichtwohngebäude. Um diese Standardanforderungen einzuhalten, benötigen Sie einen rechnerischen Nachweis, der alle Randbedingungen wie Gebäudeform- und hülle, Anlagentechnik, Energieträger, solare Wärmegewinne, usw. berücksichtigt. Die Wärmebedarfsberechnung bildet damit die Grundlage für die notwendigen Nachweise einer Baugenehmigung, die Beantragung von Fördermitteln und den seit 2007 vorgeschriebenen Energieausweis.